Nachhaltigkeit in der Praxis
Kurz vor Ende seiner Berufungsperiode im Mai 2010 hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung nun seinen Tätigkeitsbericht für die Jahre 2007 bis 2010 vorgelegt. Darin ziehen die Berater der Bundesregierung ein grundsätzlich positives Fazit ihrer Arbeit. Die Bilanz offenbart aber auch Grenzen, die der Rat im Kern auf die Struktur des von der Bundesregierung gewählten Arbeitsmodells zurückführt. Auf der Habenseite verbucht der Rat, dass das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in der Öffentlichkeit und in der deutschen Wirtschaft bekannter geworden sei und erheblich an Akzeptanz gewonnen habe. Die Idee der Nachhaltigkeit sei zudem großen Teilen der Gesellschaft geläufiger als noch vor drei Jahren. Die öffentliche Diskussion über Nachhaltigkeitsfragen habe eine „neue Stufe“ erreicht, etwa in den Debatten um den nachhaltigen Konsum, die nationale Nachhaltigkeitsstrategie, die Energiepolitik, den anhaltenden Flächenverbrauch oder die Finanz- und Steuerpolitik. Der Rat unterstreicht in seinem Tätigkeitsbericht aber auch, dass das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung trotz vieler Verbesserungen noch nicht zur verbindlichen Norm in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft geworden sei. Daran müsse weiter gearbeitet werden. Dem Rat sei dies mit seinen jetzigen Kapazitäten nur eingeschränkt möglich. Der vollständige Tätigkeitsbericht.